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Frauenmantel mit Wassertropfen auf den Blättern

Frauenmantel: Ein Klassiker der Frauenheilkunde

Frauenmantel ist eine der bekanntesten Heilpflanzen und ein absoluter Klassiker in der Frauenheilkunde und wurde bereits vor Hunderten von Jahren zur Behandlung von Harnwegerkrankungen, Menstruationsstörungen und Durchfallerkrankungen angewendet.

Im folgenden Artikel erfährst Du mehr über die Wirkungsweise, Anwendung und Inhaltsstoffe dieser wertvollen Pflanze.

Wo wächst Frauenmantel?

Frauenmantel ist eine kleine Staude mit einer Wuchshöhe von 10-50 cm und gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Heilpflanze mit dem botanischen Namen Alchemilla vulgaris ist in Gebüschen, lichten Wäldern sowie auf Wiesen und Wegen in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens heimisch. Er wächst bevorzugt auf kalk- oder basenreichen und nährstoffreichen Böden. Die grünen, gelappten Blätter ähneln einem ausgebreiteten Mantel, worauf sich der Name "Frauenmantel" bezieht.

Die seidigen Blätter tragen häufig charakteristische Wassertropfen auf der Oberseite und am Blattrand, die nicht durch Regen verursacht werden. Hier handelt es sich um Guttationstropfen, die die Pflanze selbst ausscheidet. Dieses Wasser galt im Mittelalter bei Alchemisten als geheimnisvoll.

Im Frühling sprießen gelbgrüne Blütenrispen und später runde Nüsschen als Früchte. Die Blattsammlung erfolgt idealerweise kurz vor der Blütezeit im Frühjahr.

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Anwendung und Wirkung

Frauenmantel enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe, darunter Ellagitannine, sowie Flavonoide und Bitterstoffe. Die Heilpflanze wirkt adstringierend (schleimhautzusammenziehend) und antidiarrhoisch (wirksam gegen Durchfall). Das macht sie hilfreich bei leichten Durchfallerkrankungen und anderen Magen-Darm-Beschwerden. Zudem ist die Pflanze entzündungshemmend und leicht krampflösend. Sie wird daher bei einer Vielzahl frauenspezifischer Beschwerden eingesetzt:

  • Menstruationsprobleme wie Krämpfen oder unregelmäßiger Periode
  • Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schwankungen der Psyche
  • Zur Regulierung des Hormonhaushalts
  • Bei leichten Durchfällen
  • Zur Förderung des seelischen Wohlbefindens

Volkstümlich gilt die Heilpflanze als hormonell ausgleichend und krampflösend bei Frauenbeschwerden. Jedoch sind hier keine eindeutigen Beweise vorhanden.
Insgesamt ist Frauenmantel dank seiner milden, aber vielseitigen Wirkung eine sanfte, natürliche Ergänzung zur Behandlung von Frauenleiden. 


Kräutertee auf einem Holzbrett in einer Glastasse

Darreichungsform

Die häufigste Form, um von der Heilpflanze Gebrauch zu machen, ist Frauenmanteltee. Dabei werden Blätter, Blüten und Stängel verwendet - das sogenannte Frauenmantelkraut. Diesen kann man auch bestens mit andern Heilpflanzen kombinieren.

Eine gute Ergänzung ist Melisse, diese beruhigt zusätzlich den Magen und unterstützt die Entspannung. Frauenmantel und Melissenblätter sind deshalb die beiden wichtigsten Inhaltsstoffe in unserem Frauentee. 

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